In
Donnerstag, 03.11.22 / 11:30-13:30 / FH-C03-1.02
Workshop
Ebene der Organisation
Transfer als Innovationszyklus: das Konstanzer Modell
Albert Kümmel-Schnur (Universität Konstanz, Deutschland), Sibylle Mühleisen (Universität Konstanz, Deutschland), Ruth Eades (Universität Konstanz, Deutschland)
Lehre, Innovationszyklus, Transfer, strukturelle Rahmenbedingungen

An der Universität Konstanz werden Transferveranstaltungen in der Lehre seit 2017 zentral beraten und unterstützt. Dabei ist ein konkretes Modell der strukturellen Einbindung und inhaltlich-strategischen Entwicklung von Transfervorhaben entstanden, das wir im Workshop vorstellen und diskutieren wollen. Wir verstehen Transfer in der Lehre als Teil eines innovativen Zyklus, dessen andere Teile Forschung und Ausgründung sind. Alle Teile profitieren voneinander, leiten ineinander über und sind notwendig bei der Entwicklung von Projekten gleichermaßen im Auge zu behalten. Die wechselseitige Beziehung innerhalb des Innovationszyklus‘ ist nicht gerichtet – Lehre geht aus Forschung hervor, ebenso entstehen jedoch Forschungsfragen gerade in Transfer-Lehre-Projekten usw. Es gibt keinerlei inhaltliche Begrenzungen und keine vorgeschriebenen Formate: jede Veranstaltung wird nach innen und außen individuell konzipiert und durchgeführt. Dabei werden sowohl interdisziplinäre als auch hochschultypübergreifende Vorgehensweisen stark unterstützt. Transfer an der Universität Konstanz ist wissenschaftsgetrieben, zielt aber gleichursprünglich auf einen multidirektionalen, nicht-hierarchischen Austausch mit nicht-akademischen Partnern aller Art: NGOs, Vereine, kulturelle Einrichtungen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Unternehmen, Institutionen und ganze Kommunen.

Der Workshop besteht aus drei Teilen. In einem halbstündigen Impulsreferat stellen wir das Konstanzer Modell vor. Anschließend werden wir jedem seiner konstitutiven Elemente eine Pinnwand widmen, die den Teilnehmer:innen des Workshops die Gelegenheit geben soll, ihre lokalen Besonderheiten mit dem Modell abzugleichen. Für diese Arbeit sind ebenfalls 30 Minuten vorgesehen. Dann können die Ergebnisse diskutiert werden. Ziel des Workshops ist die Frage der Übertragbarkeit des Konstanzer Modells sowie seine Bewertung von außen. Wir erhoffen uns von dem Austausch eine Weiterentwicklung der Unterstützung von Transfer in der Lehre.