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Freitag, 15.11.24 / 13:45-15:15 / HÖRSAAL B (EG)
Kurzpräsentation
Wissenschaft & Gesellschaft
Transdisziplinäre Didaktik und wicked problems of moral responsibility am Beispiel eines Lehr-Lernkonzepts zum Seminar „Schwangerschaft – wessen Entscheidung?“
Daniela Schmitz (Universität Witten/Herdecke, Deutschland)
transdisziplinäre Lehre, wicked problems, Frauenrechte und Selbstbestimmung, Entscheidungen und Gerechtigkeit
Ziel des Beitrages ist, ein transdisziplinäres Seminarkonzept zu einem moral wicked problem vorzustellen und mit Evaluationsergebnissen zu 3 Befragungszeitpunkten durch die Studierenden zur Diskussion zu stellen. Wicked Problems bilden die Grundlage für transdisziplinäre Lerninhalte, da sie perspektivenvielfältig, unvorhersehbar, komplex sind und die Bearbeitung mittels reflexiver Praxis erfolgen kann (Daneshpour, 2022). Wicked problems liegen u.a. in den Themenfeldern planetare Gesundheit, Klimawandel, öffentliche Gesundheit oder soziale Gerechtigkeit. Darüber hinaus bestehen im Gesundheitsbereich wicked Problems mit ethisch-moralischen Aspekten, den wicked problem of moral responsibility (Wiesemann, 2006). Aus dieser Perspektive heraus wurde ein Seminar zu ethischen Debatte über Schwangerschaft und Abbruch entwickelt. Im Beitrag wird das transdisziplinäre Seminarkonzept zu „Schwangerschaft – wessen Entscheidung?“ vorgestellt. Lernziele des Seminars sind verschiedene Perspektiven und unterschiedliche Aspekte über den Zeitverlauf kennenzulernen, die Reflexion der Rahmenbedingungen und Aspekten der Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft zu verstehen, ethische Argumente nachzuvollziehen sowie sich mit Einflussfaktoren und Folgen einer Entscheidung auseinanderzusetzen.